Kick off Sparkling Science: TopKlimaScience 28.11.2008
Am Freitag, den 28.11.2008 trafen wir auf die Projektleiter von Top
Klima Science, die uns das Projekt vorstellten.
Frau Ulrike Tappeiner von der Uni Innsbruck machte den Anfang mit
der Einleitung. Top Klima Science ist eine Forschungsinitiative des
Bundesministers Johann Hahn: Österreich soll durch die Mitarbeit von
Jugendlichen an wissenschaftlichen Projekten mehr Wissenschaftler
bekommen.
Der Name unseres Projektes TOPKLIMASCIENCE leitet sich wie folgt
her:
TOP = Gebirge/ Topographie oder auch: wir wollen TOP sein, gut sein
KLIMA = Klima/ Klimawandel
SCIENCE = Wissenschaft
Die Ziele sind den Wasserhaushalt und den globalen Wandel, den allgemeinen
Klimawandel sowie die Änderungen der Landnutzung im Berggebiet zu
beobachten und zu untersuchen.
Warum dieses Projekt im Stubaital stattfindet hat den Grund, dass
in den Alpen die Temperatur schneller ansteigt (generell 0,7C, in
den Alpen 1,4C). Noch dazu nehmen bäuerliche Betriebe in den Alpen
massiv ab (in den letzten 20 Jahren fast 40%), das hat demographische
Änderungen des ländlichen Raumes zur Folge wie z.B.: Verbuschung,
Verwaldung, Freizeitnutzung, Verstädterung. Dadurch gehen wertvolle
landwirtschaftlich genutzte Bergwiesen verloren. Im Stubaital waren
diese Veränderungen, hervorgerufen auch durch den aufkommenden Tourismus,
sehr stark zu beobachten.
Auch ein Grund für diesen Standort sind die dort seit 15 Jahren laufenden
Studien der Universität Innsbruck.
Der Grund warum genau wir, die Schüler der HBLA Kematen, ausgewählt
wurden, war jener, dass viele von uns aus bäuerlichen Betrieben kommen
und daher einen Bezug zu diesem Thema mitbringen und schon Erfahrung
diesbezüglich haben. Die Wichtigkeit unseres Projekts zeigt sich auch
darin, dass über die Hälfte der Menschen auf der Welt von Wasser aus
Gebirgen abhängig sind.
Um uns das wissenschaftliche Arbeiten näher zu bringen, wurde ein
historisches Experiment gestartet. Dieser wurde jedoch von Frau Suzanne
Kapelari nur verbal erklärt um mit uns das "Zuhören" zu trainieren
- eine sehr wichtige Voraussetzung fr die späteren Feldarbeiten.
Auch wollte sie uns damit das wissenschaftliche Arbeiten näher bringen.
Herr Erik Tasser vom ökologischen Institut in Innsbruck erklärte
uns den Ablauf der Feldarbeiten bei den Projekttagen im Stubaital.
Dort werden sogenannte Kleinlysimeter angelegt. Damit wollen wir messen,
wie groß die Evatranspiration von Graslandkosystemen mit traditioneller
landwirtschaftlicher Bewirtschaftung (Mähwiese, Weide, Brache) ist
und sich der Bestandeswasserhaushalt alpiner Bestände in Folge einer
Klimaerwärmung verändert. Weiters wird untersucht, wie sich Intensivbewirtschaftung
oder auch Extensivbewirtschaftung auf den Wasserhaushalt auswirken.
Danach wurden wir mit einer Gruppenarbeit "ins kalte Wasser geworfen"
und mit Hintergrundfragen, die sich mit unserem Projekt beschäftigten,
konfrontiert. Damit wurde auch unser Vorwissen getestet und Fehler
waren sogar erwünscht um sie richtig zu stellen. Wir sollten lernen
unsere Gedanken darzustellen und anderen zu präsentieren.
Fragen waren zum Beispiel:
- Welchen Einfluss hat die Grünlandbewirtschaftung auf die Vegetation?
- Welchen Einfluss hat das Mähen einer Wiese auf den Wasserhaushalt?
- Wozu brauchen Pflanzen Wasser?
- Welche Umweltfaktoren beeinflussen den Wasserhaushalt der Pflanze?
Die gesamten Unterlagen des Projekttages wurden in einer eigenen
"Projektmappe" zusammengefasst und an uns SchülerInnen ausgehndigt.
Diese Mappe ist quasi ein Protokoll unseres Projekts, doch auch wir
selber sollen ein Forschertagebuch führen.
Besonders positiv fiel uns an diesem Tag auch das freundliche, umgängliche
und "normale" Auftreten der WissenschafterInnen uns SchülerInnen gegenber
auf.