Beim IV-Preis 2009 für Lehrpersonen, die den "begeisterndsten Unterricht" in einem naturwissenschaftlichen Fach - Mathematik, Chemie oder Physik - halten, kam Dr. Kerstin Zangerle in die Endauswahl der besten sechs und wurde dafür kürzlich durch die Industriellenvereinigung Tirol für ihre Leistungen gewürdigt und ausgezeichnet.

Die sechs Final-Kandidaten mit Industrie-Lehrer-Preisträger
(v.l): LR Dr. Beate Palfrader, Mag. Dr. Helmuth Wachtler (BRG/BORG
Landeck), stellv. für Mag.Dr. Kerstin Zangerle - Dir. Mag.
Helmut Bachmann (hlfs Kematen), Mag. Judith Zangerl (BHAK/BHAS/IT-Kolleg
Imst), Dr. Michael Schwarzer (BG/BRG Reutte), Horst Karrer (HBLA
für wirtsch. Berufe Kufstein), OStR Mag. Franz Hörmann
(BG/BRG Kufstein), Amtsführender Präsident des Landesschulrates
für Tirol, Dr. Erwin Koler, und IV-Tirol Präsident Dr.
Reinhard Schretter.
Dieser Auszeichnung war ein umfangreiches Prozedere
vorausgegangen: Die LehrerInnen können sich für den Preis
nicht selbst bewerben, sondern müssen vorgeschlagen werden -
dabei sind umfangreiche Unterlagen und Nachweise über die bisherigen
Tätigkeiten, Belege, Einschätzungen usw. einzureichen. Nach
einem ersten Auswahlverfahren kommen dann BildungsexpertInnen in den
Unterricht, befragen SchülerInnen, die Schulleitung, überprüfen
die Angaben usw., sodass ein sehr umfassendes Bild einer LehrerInnenpersönlichkeit
entsteht.
Der Sieger dieser Ausschreibung ist heuer der Professor für Mathematik
und Physik am Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Reutte, Dr.
Michael Schwarzer. Auf den Pädagogen wartete ein Scheck in der
Höhe von € 5.000,--. Die fünf weiteren Ausgezeichneten
erhielten je einen Laptop und ein großer Fan-Club sorgte für
gute Stimmung bei der Preisverleihung: insgesamt mehr als 100 TeilnehmerInnen
- DirektorInnen, Siegerschulklassen und LehrerInnen - ließen
die Ausgezeichneten hochleben!
Die Landesrätin für Bildung und Kultur, Dr. Beate Palfrader,
freute sich über die Initiative der IV Tirol und meinte: "Dieser
Preis tut dem Image der Lehrerschaft gut. Dass ihre Leistungen öffentlich
honoriert werden, ist Ausdruck von Wertschätzung und Weitsicht.
Es gibt in Tirol viele hervorragende Lehrerinnen und Lehrer."
Der Präsident der IV Tirol, Dr. Reinhard Schretter, stellte bei
der Preisvergabe fest: "Es ist kein Zufall, wenn die Industriellenvereinigung
Tirol naturwissenschaftliche Schlüsselfächer wie Mathematik,
Physik oder Chemie ins Visier nimmt. Sie bilden letztlich die Basis
des Erfolges vieler Tiroler Industrieunternehmen. Es geht jedoch nicht
um das Erkennen und Umsetzen des technisch Möglichen allein;
dann würden wir Technokraten heranbilden. Wir brauchen Persönlichkeiten
mit einer klaren Wertestruktur, die das Mögliche aber noch besser
erkennen und erarbeiten sollen. Dazu bedarf es auch motivierter und
qualifizierter Pädagoginnen und Pädagogen, die in der Lage
sind, die unterschiedlichsten Fähigkeiten und Begabungen bei
den Schülerinnen zu erkennen, zu unterstützen, zu fordern
und fördern."
Der "Industriepreis für Lehrerinnen und Lehrer naturwissenschaftlicher
Fächer" wird all zwei Jahre vergeben.