Direktor HR Mag. Helmut Bachman im Ruhestand

Nach mehr als 26 Jahren an der Spitze der hlfs Kematen trat HR Mag. Helmut Bachmann mit 30. November in den wohlverdienten Ruhestand. Mit dem Namen Bachmann steht eine große Zahl von richtungsweisenden Veränderungen und Modernisierungen des Höheren landwirtschaftlichen Schulwesens in Westösterreich in Verbindung.


Der Vorsitzende der Personalvertretung, Dr. Paul Brugger, verabschiedet Direktor Helmut Bachmann

Mehr als 26 Jahre leitete HR Bachmann die Höhere Bundeslehranstalt für Land- und Ernährungswesen (heute: hlfs) Kematen und fast 40 Jahre lang stand er im Dienste der Bildung in Tirol. Von Beginn an setzte er sich engagiert für die Erneuerung der Schule ein - pädagogisch und strukturell: So war ihm nicht nur die Modernisierung des Unterrichts, der technischen Ausstattung der Schule und des Schulgebäudes selbst ein großes Anliegen, sondern er brachte auch den Aufbaulehrgang nach Kematen. Diese Einrichtung, die es AbsolventInnen der land- und ernährungswirtschaftlichen Fachschulen ermöglicht, die Diplom- und Reifeprüfung abzulegen, wurde zu einem vollen Erfolg und brachte die von vielen lange ersehnte Durchlässigkeit in das agrarische Bildungswesen.
Als erste Schule in Tirol führte die hlfs Kematen unter HR Bachmann z.B. aber auch die 5-Tage-Woche ein - eine Neuerung, der später praktisch alle Schulen in Tirol folgten.

HR Bachmann blickte jedoch ebenso über die regionalen Grenzen hinaus - als Stadtbereichsleiter für Unterricht und Kunst der EU-Verwaltung Mostar war er 1994/95 für den Wiederaufbau des Schulwesens in dieser vom Krieg gezeichneten Stadt verantwortlich. Dass er die EU als ein großes Friedensprojekt betrachtet, um das man sich durch ständige Zusammenarbeit und Kommunikation auch bemühen muss, zeigte er durch seine große Unterstützung von EU-finanzierten Projekten für die SchülerInnen. So war ihm die Teilnahme am Leonardo Programm (Auslandspraktika) und am COMENIUS Programm (kultureller, pädagogischer und fachlicher Austausch mit anderen Regionen Europas, Partnerschaftsbesuche etc.) ein ebenso großes Anliegen wie die Bildung des Demokratieverständnisses der hlfs-SchülerInnen. Zahlreiche Spitzenplätze beim Europaquiz, Unterrichtsbesuche von ZeitzeugInnen und vielfältige Auseinandersetzungen mit der gemeinsamen Gestaltung der Zukunft fallen unter die Zeit seiner Schulleitung und zeigten häufig, dass die Ausbildung der Jugendlichen an dieser Schule einen wertvollen Beitrag für eine nachhaltige und verantwortungsbewusste Bildung der jungen Menschen aus den ländlichen Räumen Westösterreichs bietet.
Ohne sein zielstrebiges und engagiertes Arbeiten wäre diese Schule heute jedenfalls nicht das, was ihr schon in einigen Rankings attestiert wurde: Eine der besten Schulen im Land Tirol.

 

 

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