Mehr als 26 Jahre leitete HR Bachmann die Höhere Bundeslehranstalt
für Land- und Ernährungswesen (heute: hlfs) Kematen und
fast 40 Jahre lang stand er im Dienste der Bildung in Tirol. Von
Beginn an setzte er sich engagiert für die Erneuerung der Schule
ein - pädagogisch und strukturell: So war ihm nicht nur die
Modernisierung des Unterrichts, der technischen Ausstattung der
Schule und des Schulgebäudes selbst ein großes Anliegen,
sondern er brachte auch den Aufbaulehrgang nach Kematen. Diese Einrichtung,
die es AbsolventInnen der land- und ernährungswirtschaftlichen
Fachschulen ermöglicht, die Diplom- und Reifeprüfung abzulegen,
wurde zu einem vollen Erfolg und brachte die von vielen lange ersehnte
Durchlässigkeit in das agrarische Bildungswesen.
Als erste Schule in Tirol führte die hlfs Kematen unter HR
Bachmann z.B. aber auch die 5-Tage-Woche ein - eine Neuerung, der
später praktisch alle Schulen in Tirol folgten.
HR Bachmann blickte jedoch ebenso über die regionalen Grenzen
hinaus - als Stadtbereichsleiter für Unterricht und Kunst der
EU-Verwaltung Mostar war er 1994/95 für den Wiederaufbau des
Schulwesens in dieser vom Krieg gezeichneten Stadt verantwortlich.
Dass er die EU als ein großes Friedensprojekt betrachtet,
um das man sich durch ständige Zusammenarbeit und Kommunikation
auch bemühen muss, zeigte er durch seine große Unterstützung
von EU-finanzierten Projekten für die SchülerInnen. So
war ihm die Teilnahme am Leonardo Programm (Auslandspraktika) und
am COMENIUS Programm (kultureller, pädagogischer und fachlicher
Austausch mit anderen Regionen Europas, Partnerschaftsbesuche etc.)
ein ebenso großes Anliegen wie die Bildung des Demokratieverständnisses
der hlfs-SchülerInnen. Zahlreiche Spitzenplätze beim Europaquiz,
Unterrichtsbesuche von ZeitzeugInnen und vielfältige Auseinandersetzungen
mit der gemeinsamen Gestaltung der Zukunft fallen unter die Zeit
seiner Schulleitung und zeigten häufig, dass die Ausbildung
der Jugendlichen an dieser Schule einen wertvollen Beitrag für
eine nachhaltige und verantwortungsbewusste Bildung der jungen Menschen
aus den ländlichen Räumen Westösterreichs bietet.
Ohne sein zielstrebiges und engagiertes Arbeiten wäre diese
Schule heute jedenfalls nicht das, was ihr schon in einigen Rankings
attestiert wurde: Eine der besten Schulen im Land Tirol.