Minister Berlakovich zu Besuch an der hlfs Kematen

 

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Letzte Woche konnte Direktor DI Siegfried Hanser hohen Besuch an der hlfs Kematen empfangen: Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich stand den Schülerinnen und Schülern der heurigen Maturajahrgänge in einer Diskussion Rede und Antwort.

Der Vormittag stand unter dem Thema "Unternehmen Landwirtschaft 2020", dem "Masterplan" des Landwirtschaftsministers für die kommenden 10 Jahre, was viele der zukünftigen Absolventinnen und Absolventen der Schule natürlich direkt betrifft.

"Wir stehen am Beginn einer neuen Dekade und gerade im Bereich Landwirtschaft heißt es, nicht die Hände verschränken und den Entwicklungen zusehen, sondern jetzt aktiv die Zukunft zu gestalten und das auf allen Ebenen", so Landwirtschaftsminister Berlakovich. Für junge Landwirte sei eine umfassende Bildung von eminenter Wichtigkeit, der Schlüssel zur Qualifikation, um die zukünftigen Herausforderungen zu meistern. Auch individuelles Können und Enthusiasmus seien für den Beruf unabdingbar.

Auf konkrete Fragen der SchülerInnen hin betonte Berlakovich, dass die Chancen in Österreich auf einem "Qualitätsweg" lägen, als Beispiele nannte er die biologische Landwirtschaft, in der Österreich weltweit eine Vorreiterrolle spiele. Kein anderes Land der Welt könne anteilsmäßig eine derart große Fläche an biologisch bewirtschaftetem Areal vorweisen. Dieser Entwicklung trägt die hlfs Kematen schon seit Jahren mit ihrem Schwerpunkt "Biologische Landwirtschaft" Rechnung. Eine weitere zentrale Aufgabe der Landwirtschaft neben der (qualitativ hochwertigen) Ernährung des Menschen sieht der Minister in der Forcierung der erneuerbaren Energie. Nicht nur Holz solle zum Einsatz kommen, auch Biogas sei eine wichtige Möglichkeit, sich vom Erdöl unabhängiger zu machen. Sein Ziel sei ein energieautarkes Österreich.

Ein weiteres viel diskutiertes Thema ist für die jungen Menschen immer wieder die Gentechnologie. Im Verzicht auf gentechnisch veränderte Anbausorten sieht Berlakovich eine Perspektive für kleinstrukturierte Betriebe, wie sie viele Familien der Kemater Schülerinnen und Schüler bewirtschaften.

Was die ÖPUL-Prämien betrifft, wies der Minister mit Nachdruck darauf hin, dass diese Zahlungen keine "Sozialleistungen" seien, sondern dass nur diese "Leistungsprämien" es ermöglichen würden, dass 90% der österreichischen Fläche nachhaltig und ökologisch bebaut sind. Dringend sei auch notwendig, dass die Almprämien abgesichert seien.

Anschließend an die Diskussion nahmen einige Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit noch wahr, mit Minister Berlakovich diverse Anliegen sozusagen unter vier Augen zu besprechen.

Bei einer Jause mit Direktor Hanser, Lehrerinnen und Lehrern, den Sozialpädagoginnen des Internats und dem Personal der Landwirtschaft der Schule fand der Besuch einen gemütlichen Ausklang.

 

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