Anti-Rassismus-Einblicke
oder „Black isn’t just a color“ an der hlfs Kematen
Am Freitag, dem 16.12.2011, zogen zwei ungewohnte Besucher die Blicke der SchülerInnen
an der hlfs Kematen auf sich. Dr. Bella Bello Bitugu und seine Frau Yasmin besuchten
im Zuge des Themas „Rassismus“ im Englischunterricht den Abschlussjahrgang der Langform,
um die vorher im Unterricht besprochenen Themengebiete der Sklaverei und Rassismus in Amerika
und Europa, also auch in Tirol, mit Erfahrungsberichten und praktischen Beispielen zu vertiefen.
Für viele SchülerInnen war es die erste „hautnahe“ Begegnung mit dunkelhäutigen Menschen,
und alle waren von der offenen Art und dem Humor der beiden afrikanisch-stämmigen Besucher beeindruckt.
Viele Fragen wurden gestellt und ausführlich beantwortet, einigen schockierenden Erlebnisschilderungen
mit versteinerter Miene gelauscht, vor allem aber wurden Vorurteile abgebaut, die sich im Laufe
eines jungen Lebens aus verschiedensten Gründen aufgebaut hatten.
Ein (positives) Vorurteil wurde jedoch vollauf bestätigt: AfrikanerInnen haben den Rhythmus im Blut,
was Dr. Bella Bello und Yasmin beeindruckend und lautstark mit zwei kurzen Trommeleinlagen den SchülerInnen
vor Augen (oder besser: Ohren) führten.
Dass die Anti-Rassismus-Bewegung weder Grenzen noch sprachliche Barrieren kennt,
wurde an diesem Vormittag deutlich aufgezeigt: der gesamte Workshop fand in englischer Sprache statt,
Dr. Bella Bello stammt aus Ghana, seine Frau Yasmin aus England und mit anwesend war auch
der amerikanische Fremdsprachenassistent James Violette aus Maine,
und als aufmerksame Zuhörer fungierten SchülerInnen aus Vorarlberg, Tirol und Salzburg,
die gleich anschließend in alle Himmelsrichtungen ins Wochenende aufbrachen,
um hoffentlich ihre neu gewonnenen Erkenntnisse und Einstellungen im Westen Österreichs
vorzuleben und weiterzugeben.
Mag. Georg Hofer, 5B