Gespräche unter SchülerInnen:
März 2007
TeilnehmerInnen:
Christina (verkörpert eine Schülerin, 13 Jahre, die sich
für die hlfs Kematen interessiert), Viktoria (19 Jahre, Maturantin
an der hlfs Kematen, besucht die Langform), Christopher (19 Jahre,
besucht den Aufbaulehrgang der hlfs), Martin (20 Jahre, Maturant,
besucht den Aufbaulehrgang der hlfs),
Protokoll: Egg Barbara, Sozialpädagogin
Christina: Hallo, wie geht's euch?
Christopher: Danke gut. Endlich mal ein paar Tage schulfrei
und daheim.
Christina: Du bist ja auf der Schule in Kematen, im Internat.
Wie ist es denn im Internat? Gefällt es dir?
Christopher: Ich bin gerne im Internat. Für mich war
es eigentlich keine Umstellung. Ich war ja vorher auch schon im
Internat.
Victoria: Für mich war es am Anfang schon schwierig.
Ich brauchte schon etwas Zeit, um mich einzugewöhnen. Aber
das ist ja normal.
Christopher: Die Klasse hatte gleich Kontakt miteinander,
wir sind ins Kino gegangen, haben gepokert oder im Freizeitraum
Tischtennis gespielt.
Christina: Habt ihr im Internat auch Kontakt zu anderen Klassen?
Christopher: In Turnen oder beim Volleyballspielen ergibt
sich das von selbst. Außerdem finden sich bald jene Schüler,
die aus nahe liegenden oder gleichen Gemeinden kommen. Meist trifft
man sich im Zug, wenn man dieselbe Strecke fährt.
Christina: Ihr habt da ja auch Erzieherinnen
wie kommt
ihr denn mit ihnen aus?
Christopher, lacht: Frag was anderes
Nein, im Ernst.
Es geht eigentlich ganz gut. Sie bieten verschiedene kreative Tätigkeiten
an, wie töpfern, filzen, Gips gießen. Wenn du kein Weihnachtsgeschenk
hast, helfen dir die Erzieherinnen mit ihrem Angebot aus der Patsche.
Aber sonst, wenn du 18 Jahre bist, hast du im Internat eigentlich
eh viele Freiheiten: zum Beispiel genug Ausgänge, um zum Beispiel
mal nach Innsbruck zu fahren. Man ist in einer halben Stunde dort,
das ist ganz fein. Ich war auch schon öfters zum Kegeln oder
zum Eislaufen.
Christina: Wie ist eigentlich das Essen?
Christopher: Es gibt oft Knödel
die mag ich persönlich
nicht so. Aber sonst
ein Frühstücksbuffet am Morgen
das
ist wirklich gut. Hungern musst du nie
(lacht)
Christina: Wie ist das mit den Burschen und Mädchen,
sind die getrennt?
Martin: Ja, klar
aber wir können uns in bestimmten
Räumen treffen, zum Beispiel im Tagraum, im Studierraum, im
Freizeitraum oder im Teezimmer. Die Burschen sind derzeit aber in
der Minderheit. Im Aufbaulehrgang gibt's ca. gleich viele Burschen
wie Mädchen. In der Langform überwiegen die Mädchen.
Wer weiß, ob es so bleibt.
Christina: Wie sind die Zimmer? Wie viele Schüler oder
Schülerinnen teilen sich ein Zimmer?
Viktoria: Die Burschen sind meist zu zweit. Die Mädchen
sind zu zweit oder dritt. Einbettzimmer gibt es so gut wie keine.
Instandhalten müssen wir die Zimmer selber, nur die Sanitärräume
werden geputzt.
Christina: Als ihr neu wart, wie kam es zur Zimmereinteilung.
Wer kam mit wem in ein Zimmer?
Christopher: Die Erzieherinnen teilen dich je nach Herkunft
mit anderen ein, die aus deiner Nähe kommen. Du kannst aber
auch bei der Anmeldung Wünsche äußern. Außerdem
gibt es die Möglichkeit nach ca. 4 Wochen die Zimmer zu tauschen,
wenn sich erste Freundschaften entwickelt haben.
Viktoria: Wenn du dich für das Internat interessierst,
komm einfach am Tag der offenen Tür vorbei! Oder du meldest
dich mit deinen Eltern für eine Internatsführung an!
Christina: In Ordnung, werde ich machen. Euch wünsche
ich alles Gute für die Matura!