Mein Praktikum im Tessin
Rebekka Wolf
Ich habe mein 14-wöchiges Praktikum in der Schweiz, im Kanton Tessin, absolviert. Dort wohnte ich bei der Familie Jemini in Castro, einem kleinen Dorf im Bleniotal. Die Familie ist wirklich sehr nett und sie haben mich bald in ihre Familie aufgenommen, als würde ich dazugehören. In diesem Tal haben viele Bewohner weiter oben in den Bergen noch eine Hütte, wo man im Sommer hinauf kann, wenn es zu warm ist. Früher waren das alles Bauern, die dort im Sommer ihre ,,Maiensäss" mit dem Vieh bewirtschafteten, heute sind es vorwiegend Touristen, die Urlaub machen.
Die Familie Jemini ist eine der letzten Bauernfamilien, die im Sommer mit dem ganzen Vieh hochgeht und richtig auf der Maiensäss wohnt. Ich durfte die meiste Zeit meines Praktikums auf dieser Hütte verbringen, wo ich im Stall beim Melken half, aufräumte, und eben überall dort war, wo sie mich brauchten. Mitte Juni gingen dann die Milchkühe auf die Alm, und dann begann auch schon die Heuernte. Sie haben viele verschiedene Wiesen, wo noch viel von Hand gemacht werden muss bis zu Wiesen, wo man fast alles maschinell ernten kann. Als dann die Wiesen im Tal zu mähen waren, zogen wir für zwei Wochen in den Hof ins Tal. Dort kochte ich dann fast immer, da die Mama der Familie in einem Tourismusbüro arbeitet. Ich konnte oft mit den Kindern weggehen, wenn ich Lust dazu hatte. Die Leute hier sind sehr nett und offen und man lernt schnell neue Leute kennen. Im Juli durfte ich dann sogar eine Woche auf die Alm ,,Pian Laghetto", die 3 Bauern zusammen gehört, um mir die Produktion des Almkäses anzuschauen. Im Tessin wird grundsätzlich italienisch gesprochen, und so lernte ich auch eine neue Sprache kennen. Am Anfang war es eine große Umstellung, und ich habe nicht viel verstanden, aber es wurde dann immer besser. Zum Glück konnte die Mama der Familie Deutsch, und so konnte ich mir immer alles erklären lassen, wenn ich etwas nicht verstanden habe. Ich habe sehr viel in diesem Praktikum gelernt und ich bin froh, dass ich zu so einer netten Familie gekommen bin und dass ich so viel erleben durfte.