KZ-Überlebende Irma Trksak besucht
hlfs Kematen
Die Widerstandskämpferin und Angehörige
der tschechoslowakischen Minderheit in Wien diskutierte mit
den angehenden MaturantInnen über ihr Leben unter den Nazis
und ihre Lebensaufgabe: Zu verhindern, dass "das, was mir
widerfahren ist, irgendeinem anderen Menschen unter der Sonne
jemals wieder passiert"
Die im Jahr 1917 geborene Wienerin mit tschechoslowakischen
Eltern wurde als Widerstandskämpferin 1941 von der Gestapo
verhaftet und 1942 ins Frauenkonzentrationslager Ravensbrück
deportiert. Dort wurde sie zum Häftling Nr. 14177. Im KZ
Ravensbrück kam sie in den Block für politische Häftlinge,
in dem Rosa Jochmann die Blockälteste war und in dem etwas
bessere Verhältnisse herrschten. Irma Trksak wurde zur
Arbeit in der Firma Siemens eingeteilt, wo sie in der Produktionsstätte
der Rakete V2 arbeitete. Immer wieder versuchte sie - selbst
hier im KZ - anderen Häftlingen Hilfe zu leisten und Solidarität
zu leben. Nach weiteren nazifeindlichen Aktionen im Lager wurde
Irma Trksak in das daneben gebaute neue Frauen-KZ Uckermark
rund 80 km nördlich von Berlin überstellt. Im April
1945 gelang ihr bei einem der so genannten Todesmärsche
die Flucht in die Heimat. In Ravensbrück und Uckermark
wurden über 130 000 Menschen - vorwiegend Frauen und Kinder
gefangen gehalten, gequält, zu Tode geschunden und ermordet.
Zurückgekehrt in die Heimat gab Irma Trksak ihren Einsatz
für andere nicht auf. Sie arbeitet bis heute aktiv in der
Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück mit.
Außerdem hält die ausgebildete Lehrerin regelmäßig
Vorträge in Schulen.
Irma Trksak wurde eingeladen von: Ingrid Tschugg und Paul Brugger
Irma Trksak mit Rebekka und Anna Wolf aus dem 5B Jahrgang
