Projekt zum internationalen "Antisklaverei"-Jahr 2004 an der HBLA Kematen
In ihrem am 9. Dezember der Öffentlichkeit
vorgestellten Projekt "Ware Mensch" setzten sich die
SchülerInnen des 2. Jahrgangs der HBLA Kematen mit ihrem
Lehrer Dr. Paul Brugger kritisch mit dem noch immer aktuellen
Thema der Sklaverei auseinander: Sie spannten dabei einen weiten
Bogen von der frühen Geschichte des unmenschlichen Umgangs
mit der "Ware Mensch" über die organisierte Ausbeutung
von Millionen Menschen im Zuge der Kolonialisierung bis hin
zur heutigen Kinderarbeit, zum Menschenhandel für die Zwangsprostitution
und den oft sklavereiähnlichen Arbeitsbedingungen in Textilfabriken
und Lebensmittelplantagen unserer "globalisierten"
Welt.
Dabei verharrten die SchülerInnen aber nicht in der Kritik, sondern erinnerten ihre Gäste auch an die Tatsache, dass unser Wohlstand oft direkt mit der schlechten Lage anderer Menschen im Zusammenhang steht: So machten sie in einer provokanten Modenschau auf die Missstände in den Fabriken der gezeigten Kleidungshersteller aufmerksam und präsentierten launige Alternativen zu unserem unkritischen Textilkonsum.
Zur Präsentation der Arbeiten waren auch VertreterInnen von NGO's (Caritas, Südwind) eingeladen, welche dem Publikum ihre Arbeit vorstellten und die Notwendigkeit unseres Beitrages für eine gerechtere Welt in den Mittelpunkt ihrer Referate rückten. Darüber hinaus stellten die SchülerInnen die Ergebnisse einer Unterschriftenaktion vor, mit der sie verschiedene Kleidungshersteller auffordern wollen, für bessere Arbeitsbedingungen in den Fabriken zu sorgen.
Den Abschluss dieses engagierten Projektes bildete schließlich - neben meditativen Elementen zu Freiheit und Unfreiheit - ein Weltladen, bei dem eine breite Palette "Fairer Produkte" verkauft wurde.
Dr. Paul Brugger