Projekt - Sport und Gesundheit

Die Europäische Kommission hat mit dem Beschluss des EU-Parlaments das Jahr 2004 zum Jahr der Erziehung durch Sport erklärt.
Neben den offensichtlichen gesundheitlichen Aspekten soll damit der erzieherische Wert des Sports hervorgehoben und die Öffentlichkeit sensibilisiert werden für die Wichtigkeit des Sports.
Nicht nur aus den persönlichen Erfahrungen der LehrerInnen, sondern auch aus einschlägigen Untersuchungen geht hervor, dass Kinder und Jugendliche vermehrt Aufmerksamkeitsdefizite aufweisen. Oft steht deshalb nicht Vermittlung fachlicher Inhalte im Mittelpunkt des Unterrichts, sondern es muss erst angemessenes Sozialverhalten erarbeitet werden.
Sozialerziehung findet im Sportunterricht in vielfältiger Weise statt:
Es müssen Regeln verstanden und akzeptiert werden, man übernimmt Rollen, man kooperiert, konkurriert und muss Konflikte bewältigen, gemeinsam Aufgaben und Probleme lösen, Verständnis füreinander entwickeln, Verantwortung für sich selber und für andere erkennen und übernehmen. In einer Vielzahl von Bewegungsspielen sind Teamgeist und Kommunikationsfähigkeit gefordert.
Der Sportunterricht übernimmt in einem lustvollen und spielerischen Rahmen die wichtige Aufgabe der Vermittlung sozialer Kompetenz nach.
Wir SportlehrerInnen freuen uns, dass die Europäische Kommission mit der Ausführung des Jahres der Erziehung durch Sport uns in unserer Arbeit unterstützt und ihr Anerkennung zollt.
Dem entgegen steht aber leider die Tatsache, dass im Rahmen der Wochenstundenkürzungen auch die Sportstunden (im Europäischen Jahr der Erziehung durch Sport!) gekürzt wurden.
Für unsere Schule bedeutet das, dass im 4. und 5. Jahrgang nur mehr eine Wochenstunde dem Sport zur Verfügung steht.
War es schon bisher schwierig, den vielfältigen Aufgaben in nur 2 Wochenstunden gerecht zu werden, scheint es unmöglich, mit nur einer Wochenstunde Sportunterricht Nachhaltigkeit unserer Arbeit erreichen zu können.

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Vor dem Hintergrund dieses krassen Widerspruches entstand die Idee, mit den SchülerInnen des 2. Jahrganges das Projekt "Gesundheit und Sport" in den Fächern Biologie und angewandte Biologie, Leibesübungen, Kommunikation und Präsentation, Haushaltsmanagement sowie Angewandte Informatik durchzuführen.
Die SchülerInnen bearbeiteten frei gewählte Themenbereiche und haben ihre Erfahrungen damit folgendermaßen zusammengefasst:

Körperkonzept

Das menschliche Körperkonzept beschreibt wie sich ein Mensch gegenüber anderen fühlt und wie das Befinden zu sich selbst ist. Die Frankfurter Körperkonzeptskalen (FKKS) von Ingrid M. Deusinger bestehen aus 64 Items, die zu 9 Skalen wie Gesundheit, Pflege des Körpers, Körperliche Effizienz, Körperkontakt, Sexualität, Selbstakzeptanz, Akzeptanz durch andere, Körperliche Erscheinung und Dissimilatorische Körperprozesse zusammengefasst werden. Ein gestörtes Körperkonzept kann z.B. zu Essstörungen und zu psychischen Problemen führen. In diesem Projekt haben wir den zweiten Jahrgang mit den gesamten Klassen der HBLA Kematen verglichen und konnten feststellen, dass eine hohe körperliche Effizienz (Sport) sich positiv auf die anderen Skalen auswirkt.
Uns persönlich beeindruckten diese Ergebnisse und im Allgemeinen war es wieder einmal ein gelungenes Projekt.

Christina Bramböck, Elisabeth Haller, Susanne Häusler, Stefanie Kirchmair

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Bewegung und Ergonomie

Am Beginn unserer Projektarbeit hatten wir Schwierigkeiten, die Inhalte unserer Projektarbeit genau zu definieren. Als wir diese Hürde aber genommen hatten, fanden wir viel Fachliteratur zu diesem wichtigen Thema.
Nun wissen wir, wie wichtig Ergonomie im täglichen Leben und am Arbeitsplatz ist, um späteren Beschwerden vorzubeugen, aber auch um das Arbeitsklima zu verbessern und damit die Qualität der verrichteten Arbeit zu steigern.
Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten sind wir mit dem Ergebnis unserer Arbeit sehr zufrieden.

Valentina Mayrl, Maria Praschberger, Volkmar Königshofer

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Sport und Freizeit

Wir führten für unsere Projektarbeit Interviews mit unseren MitschülerInnen, erkundigten uns über die Freizeitmöglichkeiten in Kematen und Umgebung und über die Bedeutung der einzelnen Sportarten. Ganz besonders interessierte es uns, wie viel Sport in unserer Klasse tatsächlich betrieben wird.
Im Laufe unserer Arbeit spiegelte es sich heraus, dass unsere MitschülerInnen und wir uns zwar viel bewegen, uns aber eigentlich nicht intensiv mit Sport beschäftigen.
Uns hat die Arbeit trotz anfänglicher Schwierigkeiten viel Freude bereitet und wir haben auch, besoders was die Teamarbeit betrifft, viel gelernt.

Sandra Daurer, Elisabeth Haaser, Katrin Hacksteiner, Christian Kirchmair

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Tourismus und Sport

Über mehrere Wochen befassten wir uns mit diesem Thema, das wir deshalb wählten, weil drei von unserem Team aus Orten stammen, die von Tourismus geprägt sind.
Wir versuchten, die Orte Neustift im Stubaital und Rauris in Salzburg hinsichtlich Sommer- und Wintertourismus miteinander zu vergleichen. Wir beschäftigten uns auch mit den verschiedenen Sportarten, die die Einheimischen und Touristen in den unterschiedlichen Altersgruppen am liebsten ausüben.
Obwohl wir auf sehr unterschiedliche Ergebnisse kamen, stellte sich für uns heraus, dass beide Orte - Neustift und Rauris - ungefähr das gleich große Angebot haben.

Barbara Langreiter, Anna Niederkircher, Karoline Klotz, Sabrina Kramer

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Förderung in Bewegung

Uns interessierte an unserem Thema besonders die Bereiche der Delphintherapie, des heilpädagogischen Voltigierens und der physiotherapeutischen Rehabilitation. Wir informierten uns über Fachliteratur, das Internet und Fachleute über diese Methoden der Bewegungsförderung und lernten viel Neues. Besonders angetan waren wir von unserem Besuch in der Allgemeinen Sonderschule Axams, wo wir bei der Therapiearbeit zuschauen durften. Ines Dollinger erzählte uns viel über die Hintergründe der Übungen, über die Schulform und ihren Beruf allgemein.
Die Projektarbeit hat uns Spaß gemacht und wir haben viel Wissenswertes erfahren.

Romana Painer, Maria Peer, Eva Pfeifer

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Leistungssport

Zu Beginn unserer Arbeit mussten wir unter uns klären, was genau wir behandeln wollten. Wir einigten uns dabei auf die Fragen, was die Motivation des Einzelnen ist, (Leistungs)Sport zu betreiben, in welchen Bereichen man Unterschiede zwischen Sportlern und Nichtsportlern erkennen kann und was negative Auswirkungen des Leistungssports sein können.
Im Ergebnis unserer Arbeit ist zu erkennen, dass die häufigsten Sportarten, die SchülerInnen unserer Schule betreiben, Reiten, Volleyball und Laufen sind. Die Motivation für Sport ist häufig einen Ausgleich zur Schule zu finden oder ganz einfach der Spaß daran.

Prisca Rosenkranz, Christian Ruetz, Johannes Schumacher, Romana Wechner, Dominik Wadlitzer, Christina Wurm

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Anatomie und Physiologie der Muskel und Knochen und ihre Beziehung zum Sport

Da wir eigentlich der Meinung waren, dass der Muskel- und Knochenaufbau des Menschen total langweilig zu beschreiben sei, waren wir anfangs gar nicht begeistert, dieses Thema behandeln zu müssen. Aber in Verbindung mit der Anatomie des Pferdes, wir drei besitzen selber Pferde und haben den so genannten "Pferdvirus", wurde es immer interessanter und zum Schluss arbeiteten wir mit Begeisterung an diesem Projekt. Uns hat interessiert die Unterschiede im Muskel- und Knochenaufbau bei den verschiedenen Sportdisziplinen.

Stefanie Ebnicher, Patricia Giovanelli, Magdalena Hörtnagl

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Entspannung

Wir haben dieses Thema gewählt, weil wir selbst noch nicht viel über Entspannungsübungen wussten. Zu Beginn des Projekts besuchte uns eine Yoga-Lehrerin von Sozialsprengl-Kematen. Anschließend konnten wir in den Turnstunden einige Yogaübungen trainieren. Beim Entspannungstraining nach Jacobson lernten wir das Anspannen und Entspannen verschiedener Muskelgruppen und Körperteile. Beim Autogenen Training übten wir die Entspannung und Wärme von Arme, Beine, Herz, Atmung, Sonnengeflecht und Kopf. Zum Schluss haben wir noch die Wirkung der Phantasiereisen ausprobiert. Wir finden es angenehm und entspannend, solche Übungen nach einem anstrengenden Schultag oder zwischen durch einfach so zu machen.

Eva-Maria Schreyer, Theresa Spörr, Eva-Maria Walch, Veronika Wechselberger

2. Jg. der HBLA Kematen, Schuljahr 2003/04
Beteiligte LehrerInnen:
Paul Brugger, Doris Greber, Georg Hofer, Walburga Köchl, Regina Kofler, Josef Schwarzl, Bernadette Wagnleithner

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