Exkursion zum Piller Moor und dem bronzezeitlichen Brandopferplatz

Am 25. Mai startete der 2. Jahrgang der HBLA Kematen mit ihrem Lehrer Dr. Paul Brugger bei ausgezeichnetem Wetter zeitig zu einer ganztätigen Exkursion ins Tiroler Oberland. Während des Vormittags erhielten die SchülerInnen bei der umfassenden und alle Sinne ansprechenden Moorführung mit drei NaturpädagogInnen einige Einblicke in die nacheiszeitliche Entstehung, die spätere Nutzung durch den Menschen und die Notwendigkeit der heutigen Unterschutzstellung dieses Naturdenkmals.

Bitte auf das Vorschaubild klicken Bitte auf das Vorschaubild klicken Bitte auf das Vorschaubild klicken Bitte auf das Vorschaubild klicken

Die Mittagsrast wurde dann auf einem "eigenartigen Hügel" am Piller Sattel verbracht, der sich späterals bronzezeitlicher Brandopferplatz "entpuppte": Erst 1991 entdeckte man diesen bedeutsamen Kultplatz (15 x 12 m, ca. 2,5m hoch), an dem gut zwei Jahrtausende lang Opfer dargebracht wurden. Der an dieser Stelle "auseinander brechende" Berg (es gibt hier viele Felsspalten, in denen ebenfalls Opfergaben gefunden wurden) hat die Menschen offenbar schon seit jeher fasziniert.
Ganz in der Nähe, beim "Gachen Blick", konnten die SchülerInnen dann die Aussicht auf die wunderschöne Kulturlandschaft des Oberen Gerichts genießen - bei der anschließenden Wanderung nach Fließ wurde auch klar, welch große Bedeutung die Landwirtschaft für die Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt dieser Gegend hat/te: die Bewässerungsanlagen der Pitzen und Waale ermöglichten es lange Zeit hindurch nicht nur, in den sonnigen Lagen Getreide, Hackfrüchte und Obst überhaupt anzubauen, sie boten gleichzeitig auch wertvolle Lebensräume für eine Vielzahl von Tieren und Pflanzen.
Mit einem kurzen Besuch im Museum Fließ, in welchem sich die kulturgeschichtlich bedeutsamen Funde dieser Region wieder finden, wurde die überaus spannende und lehrreiche Exkursion abgeschlossen.

Dr. Paul Brugger