Dieser Frage stellte sich der 2. Aufbaulehrgang
in den Fächern Italienisch, Küchenführung und
Angewandter Mathematik. Dabei zeigte sich, dass viele mathematische
Gebiete in Italien entwickelt und weiter vorangetrieben wurden.
Ihre Ergebnisse präsentierten die SchülerInnen am
29. Mai auf Italienisch und auf Deutsch vor einer Gruppe des
4. Jahrganges. Dafür entwickelten die SchülerInnen
ein Wörterbuch Italienisch - Deutsch für die mathematische
Fachsprache. Thematisch spannten die SchülerInnen dabei
den Bogen von der Antike bis in die Neuzeit. Schon Pythagoras
und seine AnhängerInnen beschäftigten sich mit Fragen
der Geometrie und der Zahlentheorie. "Alles ist Zahl"
- dieser Leitspruch der PythagoreerInnen wurde bei der Produktion
von Pizzaschnitten als Verdeutlichung von Bruchteilen gezeigt.
Den Bogen von der Antike bis in die Neuzeit spannte jene Gruppe,
die sich mit dem Goldenen Schnitt auseinandersetzte. Der Goldene
Schnitt findet sich z.B. im Symbol der PythagoreerInnen, dem
Pentagramm, als auch in der berühmten Zahlenfolge des Fibonacci.
Die SchülerInnen zeigten auf, dass die Zahl Phi in unserer
Umgebung oft zu finden ist - z.B. in Sonnenblumen, in der Architektur
und sogar im menschlichen Körper.
In der Neuzeit beschäftigten sich in Italien auch viele
MathematikerInnen mit der Weiterentwicklung der Anwendung der
Mathematik. Luca Pacioli legte mit der Einführung der doppelten
Buchführung die Basis für die Wirtschaftsmathematik.
Nicolo Tartaglia und Geronimo Cardano wurden bekannt durch das
Entwickeln einer Formel zum Lösen von kubischen Gleichungen
und der Anwendung komplexer Zahlen. Auch die erste Mathematikprofessorin
findet sich in Italien, Maria Gaetana Agnesi, die bekannt wurde
für ihre Wendekurve ("Versiera der Agnesi") sowie
ihrer Arbeit an der Differentialrechnung.
All diese MathematikerInnen und Themengebiete stellten die SchülerInnen
des 2A in ihrem Italo-mathematischen Streifzug durch das Land
der Pizza vor.
Bernhard Beiler, Marlies Jobst, Ingrid Tschugg